Von München nach Verona. Teil der künstlerischen Arbeit Berlin - Palermo von Markus Bstieler.

03.03.2017

Grünes Licht für Baulos 1 der BBT-Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck

Das interministerielle Komitee für Wirtschaftsplanung CIPE hat am Freitag, den 3. März, dem Projekt zugestimmt. Somit liegt nun die allumfassende Genehmigung des Infrastrukturministeriums in Rom für das verbesserte Einreichprojekt vor. „Damit haben wir die Baugenehmigung sozusagen in der Tasche“, freut sich Landeshauptmann Arno Kompatscher. Es handelt sich dabei um das Einreichprojekt, das 2016 unter der Koordination der BBT-Beobachtungsstelle zwischen Schienennetzbetreiber RFI, Italferr, den Anrainergemeinden und dem Land Südtirol vereinbart wurde.

Mit der heutigen Entscheidung konnte ein langer Genehmigungsprozess abgeschlossen werden, der am 23. Oktober 2015 mit der Hinterlegung des Einreichprojekts im Ministerium begonnen hat. Gleichzeitig wurde damals die Dienststellenkonferenz eröffnet, die es den Gemeinden und dem Land Südtirol ermöglicht hat, Anmerkungen und Verbesserungswünsche für das Projekt vorzulegen.

Die Anliegen des Landes und der Anrainergemeinden wurden im Dezember 2015 in Rom hinterlegt und vom gesamtstaatlichen Schienennetzbetreiber RFI begutachtet und auf ihre Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit überprüft. Bis September 2016 wurde dann im Dialog zwischen den Gemeinden, dem Land Südtirol, RFI, Italferr und der BBT-Beobachtungsstelle versucht, Kompromisse und Lösungen zu finden, die für alle beteiligten Institutionen annehmbar waren.

Auf diese Weise wurde das Projekt kontinuierlich verbessert. Großes Augenmerk wurde dabei auf den Lärmschutz sowohl in der Bau- als auch in der Betriebsphase gelegt. „An das Thema Lärm sind wir mit größter Sorgfalt herangegangen“, bestätigt Martin Ausserdorfer von der BBT-Beobachtungsstelle, „im Eisacktal wurde das wahrscheinlich größte Lärm-Monitoring durchgeführt, das es bisher gegeben hat.“

„Nachdem bereits im vergangenen August das interministerielle Komitee für die Wirtschaftsplanung die notwendigen Finanzmittel von 1,55 Milliarden Euro für den Bau der Zulaufstrecke bereit gestellt hat, sind wir nun nach der Einigung mit RFI und Infrastrukturministerium dem Bau der überaus wichtigen Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck einen großen Schritt näher“, zeigt sich Landeshauptmann Arno Kompatscher hoch erfreut. „Innerhalb 2017 wird RFI in Absprache mit Land und Gemeinden das Ausführungsprojekt erstellen“, kündigt der Landeshauptmann an, „2018 kommt es dann zu Ausschreibung und zum Baubeginn.“ Den gesamten Beteiligungsprozess für dieses Großprojekt von gesamtstaatlicher Bedeutung, in den Land und Gemeinden eingebunden waren, wertet der Landeshauptmann als einmalig. Er geht davon aus, dass er „für zukünftige Projekte als positives Beispiel konstruktiver Lösungsfindung dienen“ wird.

Die Bauzeit für die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck dürfte sieben Jahre in Anspruch nehmen. Sie soll demnach zeitgleich mit dem Brennerbasistunnel im Jahr 2026 eröffnet werden.

Pressemitteilungen

Neuer Bahnhof Bozen: Vereinbarung ebnet den Weg

11.12.2014

Um dem Jahrhundertprojekt der Umgestaltung des Bozner Bahnhofsareals den Weg zu ebnen, haben LH Arno Kompatscher und BMLuigi Spagnolli am 11. Dezember eine Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet... [mehr]

... Gleichzeitig hat man mit dem Bahnhofs-Verantwortlichen der Eisenbahn (FS), Carlo De Vito, vor Ort die nächsten Schritte vereinbart.

Vor einer Woche hatte Landeshauptmann Kompatscher in Rom die Weichen für die Zusammenarbeit gestellt, zu der sich nicht nur Land und Gemeinde, sondern auch die italienische Eisenbahn-Holding (FS) und der Schienennetzbetreiber RFI bekennen; heute ist das entsprechende Abkommen im Palais Widmann unterzeichnet worden. Mit diesem wird der Umgestaltung des gesamten Bozner Bahnhofsareal in den nächsten Jahren der Weg geebnet. Der Umgestaltung zugrunde liegt ein bereits genehmigter Masterplan, zudem liegt auch der Entwurf eines von der Raumordnung vorgesehenen Plans zur städtebaulichen Wiedergewinnung vor. “Es geht nun darum, die notwendigen Schritte zu setzen, den Master- und den Wiedergewinnungsplan in den Bozner Bauleitplan einfließen zu lassen und so zuerst die nötigen urbanistischen Weichen zu stellen”, so Landeshauptmann Kompatscher.

Er hat heute mit Bozens Bürgermeister Spagnolli und im Beisein der FS-Vertreter, von Hans Schmiedhofer als Vertreter der Areal Bozen AG, sowie Mobilitätslandesrat Florian Mussner die Vereinbarung unterzeichnet, die das einvernehmliche Vorgehen von Stadt und Land bei der gesamten Umgestaltung und zunächst bei der urbanistischen Weichenstellung vorsieht. “Dieses Projekt ist zu umfassend und zu wichtig, als dass wir uns in Kompetenzfragen verlieren könnten”, so der Landeshauptmann. Schließlich umfasse das Projekt die Verlegung und Neugestaltung des Bahnhofs, die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur und die städtebauliche Entwicklung der frei werdenden Flächen.

Bürgermeister Spagnolli betonte heute, dass es sich bei der Vereinbarung um einen grundlegenden Schritt für die künftige Entwicklung dieses Bozner Stadtteils handle: “Es ist dies die größte Initiative zur Stadtentwicklung in den bevorstehenden Jahrzehnten in Bozen”, so Spagnolli, der ergänzt: “Von jetzt an können wir mit Sicherheit sagen, dass das Projekt Bahnhofsareal umgesetzt wird: wir können zwar noch nicht sagen in welchem Zeitrahmen, wohl einem längeren, aber es wird umgesetzt werden.”

Erstes konkretes Ergebnis der heute unterzeichneten Vereinbarung zur Zusammenarbeit: Innerhalb von 90 Tagen werden Masterplan und Wiedergewinnungsplan einer Arbeitsgruppe aus Vertretern von Land, Stadt, Areal Bozen, FS, dem Schienennetzbetreiber RFI und Trenitalia vorgelegt, die die Planentwürfe begutachten und – falls nötig – anpassen. Die so auf den neuesten Stand gebrachten Dokumente werden dann dem Gemeinderat vorgelegt, um von diesem in den Bauleitplan der Landeshauptstadt aufgenommen zu werden. Zudem werden die Experten die Schritte erarbeiten, die zur Umsetzung des Wiedergewinnungsplans notwendig sind und mit den Vertretern der Eisenbahn-Gesellschaften alle nötigen weiteren Maßnahmen vereinbaren. Heute haben Landeshauptmann Kompatscher, Bürgermeister Spagnolli, Landesrat Mussner und die Eisenbahn-Vertreter indes bereits bei einem Lokalaugenschein den Rahmen dafür abgesteckt. http://www.arealbozen.it/

Euregio-Verkehrspolitik: Arbeitsgruppe koordiniert Verlagerung auf Schiene

09.12.2014

Damit eine möglichst effiziente Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene erfolgen kann, wollen die Länder der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ihre Maßnahmen besser aufeinander abstimmen. [mehr]

"Das Thema der Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene ist komplex, auch weil es unterschiedlichste Ansätze dafür gibt", betonte heute Landeshauptmann Arno Kompatscher und nannte die Mautgestaltung, Tempolimits oder sektorale Fahrverbote als Beispiele. "Alle drei Länder verfolgen das Ziel der Verlagerung, alle drei haben aber auch unterschiedliche Maßnahmen dafür erlassen", so Kompatscher.

Damit die Verlagerungspolitik künftig aber wirke, müssten diese Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. "Die Vorarbeit dazu leistet eine Arbeitsgruppe, deren Einsetzung wir im Europäischen Verbund territorialer Zusammenarbeit der Euregio vereinbart haben", so der Landeshauptmann. Heute hat nun die Südtiroler Landesregierung ihre Vertreter in der Expertengruppe namhaft gemacht. "Sie repräsentieren die wichtigsten beteiligten Institutionen, also die Landesabteilung Mobilität, die Landesumweltagentur, die Brennerautobahn-Gesellschaft und den Brennerbasistunnel", erklärte Kompatscher heute.

Aktionsgemeinschaft Brennerbahn: LH Platter übergibt Präsidentschaft an Trient

26.11.2014

Wichtige Meilensteine zur Stärkung der Schiene und Entlastung der Bevölkerung gesetzt [mehr]


„Schiene stärken“ – unter diesem Motto stand die Tiroler Präsidentschaft 2013/2014 in der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB), einem Zusammenschluss der Länder und Wirtschaftskammern von Tirol, Südtirol, Trient und Bayern sowie der Provinz Verona. „Es ist uns gelungen, wichtige Meilensteine für den Ausbau und die Verbesserung des Schienenverkehrs und somit zur Steigerung der Lebensqualität entlang der Strecke München-Verona zu setzen. Tirol und seine Nachbarländer sind auf einem guten Weg“, resümiert LH Günther Platter und übergibt den Vorsitz an das Trentino.

Beim Leitprojekt Brenner Basistunnel (BBT) erfolgte im September dieses Jahres der Tunnelanschlag für das Baulos Tulfes-Pfons mit einem Auftragsvolumen von rund 380 Millionen Euro. Auch auf Südtiroler Seite wird bereits am Haupttunnel gearbeitet. Als nächstes Megavorhaben steht die Unterquerung des Eisack und einem Auftragswert von circa 300 Millionen Euro bevor.

Der Brenner Basistunnel wird Realität
"Damit ist beim Bau des BBT ein Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt. Beim größten Infrastrukturvorhaben zur Entlastung der Bevölkerung entlang der Transitstrecke gibt es nur noch eine Richtung: nach vorn", freut sich Platter. Für Investitionen im Zeitraum 2014 bis 2020 kann zudem eine EU-Kofinanzierung von 40 Prozent beantragt werden. Bisher war lediglich eine maximal 30-prozentige Kostenbeteiligung möglich.

Unterinntaltrasse bringt Entlastung
Bereits vor zwei Jahren wurde die Unterinntaltrasse fertiggestellt. „Damit haben wir nicht nur Kapazitäten für das ständig wachsende Angebot im öffentlichen Nahverkehr geschaffen, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Anrainerinnen und Anrainer“, erklärt LHStvin Ingrid Felipe. Durch die Hochleistungsstrecke wurde zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber der Straße gestärkt.

Ein von LHStvin Felipe einberufener Runder Tisch hat vor einem Jahr den Durchbruch gebracht: Auch private Güterzüge, die wegen unterschiedlicher Rechtsauffassung auf der alten Bestandsstrecke oberirdisch fuhren, nutzen jetzt die neue Unterinntaltrasse. „Mit der Verlagerung des Schienengüterverkehrs auf die Neubaustrecke haben wir den Bahnlärm in den Tunnel und den Menschen ruhigere Nächte gebracht“, so Felipe. In der sensiblen Nachtzeit zwischen 22 und 6 Uhr sind nunmehr über 90 Prozent der Güterzüge unterirdisch unterwegs.

Verkehrspolitische Begleitmaßnahmen
Neben dem Ausbau der Schieneninfrastruktur braucht es auch weitere Rahmenbedingungen zur Verkehrsverlagerung, die über den gesamten Brennerkorridor und darüber hinaus gültig sein müssen. Darüber sind sich die VertreterInnen der Alpenländer einig. Verkehrspolitische Begleitmaßnahmen waren auch Thema bei der im Juni dieses Jahres von Tirol veranstalteten Internationalen Verkehrswoche mit hochrangigen ExpertInnen aus ganz Europa. „Ob Alpentransitbörse, einheitliche Mauttarife bzw. Mautzuschläge oder etwa Tempo 100 als Voraussetzung für die Wiedereinführung des sektoralen Fahrverbots und die Verlagerung von 200.000 Lkw von der Straße auf die Schiene – einen nachhaltige und umweltverträgliche Zukunft des transeuropäischen Warenverkehrs erfordert eine Vielzahl an Maßnahmen“, ist sich Felipe bewusst.

Trentino übernimmt Präsidentschaft 2015/2016
In den kommenden zwei Jahren wird das Trentino die Präsidentschaft in der AGB innehaben. Verkehrslandesrat Mauro Gilmozzi bedankte sich bei der Tiroler Präsidentschaft und berichtete über die Vorhaben der Präsidentschaft des Trentino. Wichtig für den Landesrat ist dabei „die Kontinuität in der Lobbyingarbeit für den Ausbau der Brennerachse gegenüber den Nationalstaaten und der EU, die Fokussierung auf die Interoperabilität, die Aktualisierung der relevanten Verkehrs- und Umweltdaten, sowie auch die Gestaltung von Informationspublikationen. Die intensive Zusammenarbeit der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Verkehrsfragen wird jedenfalls weiter ausgebaut. Symbol dafür ist ein direkt vom Brenner stammenden Bohrkern des Brenner Basistunnels, den LH Günther Platter an den Vertreter des neuen Vorsitzlandes überreichte.

Schiene auf allen Ebenen stärken: LR Mussner trifft Tiroler Amtskollegin

18.11.2014

Den Güterverkehr auf der Schiene zu stärken, die Rahmenbedingungen für die Verlagerung zu schaffen und dafür auch in Europa Partner zu finden:[mehr]

Dies sind die Ziele, die Südtirol und das Bundesland Tirol gemeinsam in der Verkehrspolitik verfolgen. Die Mobilitätslandesräte Florian Mussner und Ingrid Felipe haben nun in Innsbruck die nächsten konkreten Schritte besprochen.
Das Treffen Mussners und Felipes diente in erster Linie der Vorbereitung der am 26. November anstehenden Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn. Diese war zur Stärkung des Güterverkehrs auf der gesamten Bahnstrecke zwischen München und Verona aus der Taufe gehoben worden und versammelt die politischen Vertreter der Länder ebenso, wie die Handels- und Wirtschaftskammern von Bayern, Tirol, Südtirol, des Trentino und der Provinz Verona. "Der regelmäßige Austausch und die Abstimmung Südtirols, Tirols und des Trentino ist grundlegend für eine zukunftsträchtige Verkehrspolitik, auch und vor allem zur Unterstützung des Gütertransports auf der Schiene", so Landesrat Mussner. In dieselbe Kerbe schlägt auch dessen Tiroler Amtskollegin Felipe: "Die Zusammenarbeit zwischen den politisch Verantwortlichen und jenen, die den Güterverkehr abwickeln, ist zentral für einen erfolgreichen Ausbau der Schiene."

Dieser Ausbau ist erklärtes Ziel der Verkehrspolitik beider Länder: "Es ist unser gemeinsames Anliegen, im alpenquerenden Güterverkehr die Schiene zu stärken und für gute Bedingungen zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu sorgen", stimmen Mussner und Felipe überein. Dafür sollen auch auf europäischer Ebene Partner gewonnen werden. So ist im Frühjahr ein Besuch der Mobilitätslandesräte von Südtirol, Tirol und dem Trentino bei Violetta Bulc, der neuen EU-Verkehrskommissarin, geplant. Bei diesem Treffen gehe es darum, die gemeinsamen Interessen der EU und der vom Transitverkehr betroffenen Alpenregionen herauszuarbeiten und mögliche Rahmenbedingungen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu diskutieren.

Für Landesrat Mussner ist dabei das gemeinsame Auftreten als Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Europa wichtig: "Internationale Güterbeförderung findet schließlich auf einem Korridor statt, der alle drei Länder durchquert", so Mussner. Und Landesrätin Felipe betont: "Es ist unser Ziel, den gemeinsamen Ausbau der Schiene auch auf europäischer Ebene voranzutreiben, denn in der Schiene liegt die nachhaltige und umweltverträgliche Zukunft des transeuropäischen Warenverkehrs."

LH Kompatscher und LH Rossi bei Minister Lupi: A22-Konzession und BBT-Querfinanzierung

25.09.2014

"Ein entscheidender Schritt" zur Konzessionsverlängerung für die Brennerautobahn (A22) ist laut Landeshauptmann Arno Kompatscher und Ugo Rossi in Rom beim Treffen mit Infrastrukturminister Maurizio Lupi gesetzt worden. [mehr]

Das Treffen der beiden Landeshauptleute sowie A22-Geschäftsführer Walter Pardatscher mit dem Minister diente dazu, übereinzukommen, wie die Konzessionsverlängerung im Rahmen des "Sblocca Italia"-Dekrets der Regierung umgesetzt werden kann. Innerhalb Mitte November (dem Zeitpunkt, in dem das Dekret in ein Gesetz umgewandelt wird) präsentiert demnach die Brennerautobahngesellschaft der Regierung die in den vergangenen Monaten ausgearbeiteten Vorschläge, die dann in einem Dossier an die EU weitergeleitet werden.

Landeshauptmann Kompatscher betont, dass im Zuge der Konzessionsverlängerung auch die Weichen für die Verwendung der Gelder, die für die Querfinanzierung des BBT auf die Seite gelegt worden sind, gestellt werden: "Das öffentliche Interesse liegt in der Querfinanzierung von BBT und Zulaufstrecken, aber auch in begleitenden Maßnahmen, die gesetzt werden sollen, um den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dafür sollen die 550 Millionen Euro der Autobahngesellschaft eingesetzt werden.“

"Wir möchten die ersten sein, die die Möglichkeiten des Sblocca-Italia-Dekrets ausnützen: unser Vorschlag bringt sowohl den beiden Ländern als auch der Regierung einen Vorteil. Die Regierung, und das ist auch heute wieder klar zum Ausdruck gekommen, will große Infrastrukturprojekte zur Modernisierung auf den Weg bringen und gleichzeitig den Arbeitsmarkt stärken", so Landeshauptmann Rossi nach dem Treffen.

Vortriebsbeginn am bisher größten Baulos des BBT

18.09.2014

25 Jahre ist es her, dass mit dem Bau der Eisenbahnumfahrung von Innsbruck begonnen wurde. Vor 20 Jahren wurde sie fertig gestellt...[mehr]

... und vor 10 Jahren der österreichisch-italienische Staatsvertrages zur Errichtung des Brenner Basistunnels (BBT) unterzeichnet. Am 18.09.2014 fand die feierliche Zeremonie und Segnung des Tunnelportals durch Pater Augustinus als Start für die Vortriebsarbeiten zum Baulos Tulfes-Pfons statt. Anwesend waren hochrangige Vertreter von Politik und Wirtschaft, wie Pat Cox (EU-Coordinator TEN-Achsen), der Sektionschef Christian Weissenburger vom BMVIT als Vertreter von BM Alois Stöger, Landeshauptmann Günther Platter und Vertreter der beiden Staatsbahnen ÖBB und RFI, sowie die Tunnelpatin Elisabeth Pöchhacker (Frau des gerade verstorbenen Vorsitzenden des BBT SE – Aufsichtsrates, Horst Pöchhacker). Nachdem die nächste europäische Ausschreibung für die Finanzierung 2014-2020 läuft, lobte Pat Cox den BBT als das "prioritärste" Projekt entlang des 9.000 km langen Nord-Süd-Korridors von Helsinki nach Valletta und sagte die maximale Finanzierung von 40% erneut zu. Die Vertreter beider Staaten versicherten ebenfalls die kontinuierliche Finanzierung dieses europäischen Projektes. Eckdaten zum Baulos Das Baulos Tulfes-Pfons besteht aus mehreren Tunnelbauwerken mit einer Gesamtlänge von 38 Kilometern. Entlang der bestehenden Eisenbahnumfahrung Innsbruck wird ein für Fahrzeuge passierbarer Rettungsstollen mit einer Länge von 9 Kilometern und einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 35 m² errichtet. Ausgebrochen wird der Rettungsstollen im Sprengvortrieb sowohl von Tulfes aus in Richtung Westen, als auch vom Zufahrtstunnel Ampass in Richtung Osten und Westen. Die Errichtung des Rettungsstollens wird im Sommer 2017 abgeschlossen sein. Ab dem Frühjahr 2015 werden die beiden Verbindungstunnel zwischen der Umfahrung Innsbruck und den beiden Haupttunnelröhren des Brennerbasistunnels mittels Sprengvortrieb vom Zufahrtstunnel Ahrental beginnend ausgebrochen werden. Die Länge dieser beiden Tunnel beträgt jeweils 4,5 km, deren Bauzeit 3,5 Jahre. Unter dem Gemeindegebiet von Innsbruck-Igls und Patsch wird auf einer Länge von ca. 500 Metern die Nothaltestelle Innsbruck errichtet und zwar vom Sommer 2015 bis April 2018. Des Weiteren wird vom Ahrental aus der Erkundungsstollen in Richtung Steinach am Brenner vorgetrieben. Dieser Erkundungsstollenabschnitt mit einer Länge von 15 Kilometern wird mit einer Tunnelbohrmaschine (TBM) aufgefahren. Es kommt daher zum ersten Mal auf österreichischem Projektgebiet eine Tunnelbohrmaschine zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine eigens angefertigte Maschine mit einer Gesamtlänge von ca. 180 Metern. Diese TBM mit einem Durchmesser von beinahe 8 Metern ist mit zahlreichen großen Einzel-Bohrmeißeln am Bohrkopf ausgestattet. Durch eine konstante Drehung gräbt sich die Maschine dann Richtung Süden. Die Sicherung des Tunnels erfolgt mit Spritzbeton. Die TBM wird im Sommer 2015 von der bereits errichteten Kaverne im Ahrental aus den Vortrieb aufnehmen und sich bis zum Frühjahr 2019 nach Süden vorarbeiten. Das Auftragsvolumen für das bisher größte vergebene Baulos beträgt ca. 380 Millionen Euro. Verantwortlich dafür zeichnet die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Strabag/Salini-Impregilo. Die ARGE wurde damit beauftragt weitere 38 Tunnelkilometer für das Projekt Brenner Basistunnel zu errichten. Die prognostizierte Bauzeit für das Baulos beträgt 55 Monate.

LH Kompatscher trifft bayerischen Innenminister: Makroregion und BBT

13.09.2014

Die Makroregion Alpen, die Aufwertung der Regionen in Europa, die Zusammenarbeit in Brüssel und nicht zuletzt der Ausbau der Nord-Süd-Eisenbahnachse waren die Themen, die LH Arno Kompatscher bei einem informellen Treffen...[mehr]

...mit dem bayerischen Minister Joachim Herrmann in Dorf Tirol besprochen hat.

Seinen Südtirol-Aufenthalt hat der bayerische Innenminister genutzt, um sich mit Landeshauptmann Kompatscher zu treffen und eine Reihe von gemeinsamen Themen auf den Tisch zu bringen. Eines der zentralen war dabei die Schaffung einer Makroregion Alpen. "Wir haben als Euregio-Länder gemeinsam mit Bayern die Idee dieser Makroregion lanciert, um bei gemeinsamen Interessen zum Schutz der Alpen in Brüssel mehr Gehör zu finden", so Kompatscher, der heute mit Herrmann auch vereinbart hat, in Brüssel verstärkt gemeinsam aufzutreten.

Auch um eine Aufwertung der Rolle der Regionen in Europa ging es im heutigen Gespräch zwischen Landeshauptmann und Innenminister. "Es war erfreulich, feststellen zu können, dass auch Bayern diesen Weg als den zukunftsträchtigsten ansieht", so Kompatscher heute.

Nicht zuletzt ging es heute auch um den Ausbau der Nord und Süd verbindenden Eisenbahntrasse über den Brenner. "Damit die Achse ihre volle Kapazität entfalten kann, muss dafür gesorgt werden, dass die gesamte Strecke ausgebaut wird, also auch die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel, und zwar nicht nur die unmittelbaren", so der Landeshauptmann. In dieser Ansicht hat der Innenminister Kompatscher heute bestärkt und auch angekündigt, sich in Bayern dafür einzusetzen, dass die Voraussetzungen für einen Ausbau geschaffen werden.
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VerkehrsentwicklungUnterninntaltrasse

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