Von München nach Verona. Teil der künstlerischen Arbeit Berlin - Palermo von Markus Bstieler.

03.03.2017

Grünes Licht für Baulos 1 der BBT-Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck

Das interministerielle Komitee für Wirtschaftsplanung CIPE hat am Freitag, den 3. März, dem Projekt zugestimmt. Somit liegt nun die allumfassende Genehmigung des Infrastrukturministeriums in Rom für das verbesserte Einreichprojekt vor. „Damit haben wir die Baugenehmigung sozusagen in der Tasche“, freut sich Landeshauptmann Arno Kompatscher. Es handelt sich dabei um das Einreichprojekt, das 2016 unter der Koordination der BBT-Beobachtungsstelle zwischen Schienennetzbetreiber RFI, Italferr, den Anrainergemeinden und dem Land Südtirol vereinbart wurde.

Mit der heutigen Entscheidung konnte ein langer Genehmigungsprozess abgeschlossen werden, der am 23. Oktober 2015 mit der Hinterlegung des Einreichprojekts im Ministerium begonnen hat. Gleichzeitig wurde damals die Dienststellenkonferenz eröffnet, die es den Gemeinden und dem Land Südtirol ermöglicht hat, Anmerkungen und Verbesserungswünsche für das Projekt vorzulegen.

Die Anliegen des Landes und der Anrainergemeinden wurden im Dezember 2015 in Rom hinterlegt und vom gesamtstaatlichen Schienennetzbetreiber RFI begutachtet und auf ihre Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit überprüft. Bis September 2016 wurde dann im Dialog zwischen den Gemeinden, dem Land Südtirol, RFI, Italferr und der BBT-Beobachtungsstelle versucht, Kompromisse und Lösungen zu finden, die für alle beteiligten Institutionen annehmbar waren.

Auf diese Weise wurde das Projekt kontinuierlich verbessert. Großes Augenmerk wurde dabei auf den Lärmschutz sowohl in der Bau- als auch in der Betriebsphase gelegt. „An das Thema Lärm sind wir mit größter Sorgfalt herangegangen“, bestätigt Martin Ausserdorfer von der BBT-Beobachtungsstelle, „im Eisacktal wurde das wahrscheinlich größte Lärm-Monitoring durchgeführt, das es bisher gegeben hat.“

„Nachdem bereits im vergangenen August das interministerielle Komitee für die Wirtschaftsplanung die notwendigen Finanzmittel von 1,55 Milliarden Euro für den Bau der Zulaufstrecke bereit gestellt hat, sind wir nun nach der Einigung mit RFI und Infrastrukturministerium dem Bau der überaus wichtigen Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck einen großen Schritt näher“, zeigt sich Landeshauptmann Arno Kompatscher hoch erfreut. „Innerhalb 2017 wird RFI in Absprache mit Land und Gemeinden das Ausführungsprojekt erstellen“, kündigt der Landeshauptmann an, „2018 kommt es dann zu Ausschreibung und zum Baubeginn.“ Den gesamten Beteiligungsprozess für dieses Großprojekt von gesamtstaatlicher Bedeutung, in den Land und Gemeinden eingebunden waren, wertet der Landeshauptmann als einmalig. Er geht davon aus, dass er „für zukünftige Projekte als positives Beispiel konstruktiver Lösungsfindung dienen“ wird.

Die Bauzeit für die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck dürfte sieben Jahre in Anspruch nehmen. Sie soll demnach zeitgleich mit dem Brennerbasistunnel im Jahr 2026 eröffnet werden.

Pressemitteilungen

Insgesamt 1,18 Mrd. für Brenner-Basis-Tunnel aus EU-Topf „Connecting Europe Facility“

29.06.2015

Der EU-Fond "Connecting Europe Facility (CEF)" soll gezielte Investitionen in wichtige Infrastrukturen ermöglichen, um die Lücken in den europäischen Verkehrsnetzen zu schließen. [mehr]

Der aktuelle Projektaufruf mit einem Budget von insgesamt 13,1 Milliarden Euro ist enorm überzeichnet. Die beantragte Fördersumme übersteigt das Gesamtbudget um das Dreifache. "In diesem harten Wettbewerb um EU-Förderungen hat sich Österreich klar durchgesetzt. Das zeigt nicht nur die Qualität unserer Infrastrukturprojekte, sondern auch ihren enormen Mehrwert für ganz Europa", betont Bundeskanzler Werner Faymann anlässlich des heute präsentierten Vorschlags der EU-Kommission zur Vergabe der CEF-Fördermittel. Genau 698 Mio. Euro stehen Österreich jetzt aus diesen Mitteln zum Ausbau grenzüberschreitender Projekte zur Verfügung. Aus der Vielzahl an geförderten Projekten ragt der Brenner Basistunnels klar heraus. Insgesamt 1.18 Milliarden Euro werden im aktuellen Projektaufruf für Erkundung und Bau des Brenner BasisTunnels zur Verfügung gestellt. Die Fördersumme ist je zur Hälfte in den Mitteln für Italien und Österreich berücksichtigt. "Das ist ein klares Bekenntnis der EU zum Ausbau der großen Bahnkorridore und der umweltfreundlichen Schiene. Das zeigt auch deutlich, dass unsere Verkehrsplanung die internationalen Ansprüche erfüllt und wir mit unseren Ausbauplänen auf dem richtigen Weg sind", freut sich Infrastrukturminister Alois Stöger.

Große Infrastrukturprojekte als Chance für kleine und mittlere Unternehmen

17.06.2015

Am 16. Juni fand in der Festung Franzensfeste in der BBT-Beobachtungsstelle eine Tagung zum Thema „Bau von Großprojekten – Chancen für KMU’s?“ statt.[mehr]

Das Event wurde von den Handelskammern von Bozen und Trient, sowie der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn veranstaltet. Eingeladen waren alle interessierten Unternehmer und Unternehmerinnen aus Südtirol und dem Trentino.

Die Präsidenten der Handelskammer Bozen, Michl Ebner und der Handelskammer Trient, Giovanni Bort begrüßten gestern die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Festung Franzensfeste. Landeshauptmann Arno Kompatscher richtete Grußworte an die Gäste. Er betonte: „Der BBT wird die Erreichbarkeit unserer Region nachhaltig verändern und Infrastrukturprojekte wie diese, tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung der beiden Provinzen bei.“

Die Tagung begann mit dem Vortrag „Der BBT – Ein Bauprojekt von europäischer Dimension“ von den BBT-Vorstandsdirektoren Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo, die den Stand der Dinge vorstellten. „Ungefähr 40 Tunnelkilometer sind ausgebrochen. Derzeit sind in Italien und Österreich acht Baustellen in Betrieb, die jüngste ist jene zwischen Franzensfeste und Mittewald, die sogenannte Eisackunterquerung“, so Bergmeister und Zurlo.

Der zweite Vortrag beschäftigte sich hingegen mit den Möglichkeiten und Chancen, die große Infrastrukturprojekte den Unternehmen und der regionalen Wirtschaft bieten. Johann Herdina von der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG sprach über seine Erfahrungen mit Großprojekten und gab Tipps für die Praxis, auch zum Thema Ausschreibungen. Er erklärte wie sich die kleinen und mittleren Unternehmen an Ausschreibungen beteiligen können und was dabei zu beachten ist.

Die Präsidenten Ebner und Bort sind sich einig: „Von solchen Bauvorhaben können und müssen auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Die Ausschreibungen, die Abläufe und der rechtliche Rahmen müssen einfach und transparent gehalten werden und sollen auch den kleineren Betrieben eine reelle Chance bieten, teilzunehmen.“

Die Teilnehmer/innen besichtigten anschließend die BBT-Baustelle in Mauls, um sich ein Bild zu machen. Der Brenner Basistunnel wird voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb genommen und ist dann mit seinen 64 Kilometern der längste unterirdische Eisenbahntunnel der Welt.

v.l. Desiree Oen (Kabinett Bulc), Verkehrskommissarin Violeta Bulc , EU-Koordinator Pat Cox , LHStvin Ingrid Felipe, LR Florian Mussner, LR Mauro Gilmozzi (c) Die Fotografen

Verlagerungspolitik ist europaweite Herausforderung. Landesräte übergeben Brenner-Memorandum an EU-Verkehrskommissarin

20.03.2015

Bei der „Verkehrswoche“ im Juni 2014 in Innsbruck wurden viele Vorschläge diskutiert, wie die ökologische Verkehrsverlagerung in ganz Europa weiter forciert werden kann. [mehr]

LHStvin Ingrid Felipe und die Mobilitätslandesräte Florian Mussner und Mauro Gilmozzi von der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino haben sich damals vorgenommen, nach der EU-Wahl und der folgenden Neubildung der Kommission bei der neuen EU-Verkehrskommissarin vorzusprechen und nutzten diese Möglichkeit im Rahmen des Events TEN-T in Action am Freitag in Innsbruck.

„Es ist bei all den Herausforderungen der vom Transitverkehr belasteten Alpenregionen immens wichtig, dass die EU-Kommission für diese Thematik sensibilisiert ist. Und das ist uns in den Gesprächen mit der neuen Verkehrskommissarin Violeta Bulc gelungen“, so die drei Landesräte unisono nach der Übergabe des Brenner Memorandums, das neben den zuständigen Landesräten auch von den Landeshauptleuten Günther Platter, Arno Kompatscher und Ugo Rossi unterzeichnet wurde.

Europaweite Herausforderung sauberer Verkehr

In ganz Europa ist der möglichst ökologische Gütertransport eine enorme Herausforderung. Der sogenannte „Modal Split“ stagnierte in der EU in den letzten Jahren (2007-2012 jeweils ca. 75 Prozent Straße und 25 Prozent Schiene/Wasserwege) und am Brennerkorridor ist sogar ein Rückgang des Schienenanteils zu verzeichnen (2010 bis 2013 von 36 Prozent auf 29 Prozent).

Der Brennerkorridor verläuft durch einen sensiblen Alpenraum, wo die Auswirkungen des Straßenverkehrs (Luft/Lärm) auf die Umwelt etwa drei bis fünf Mal höher sind als im Flachland. „Wir Alpenländer tun mit der Verbesserung der Schieneninfrastruktur und mit zahlreichen EU-konformen nationalen Maßnahmen zur ökologischen Verkehrsverlagerung, was wir können“, sagt die Tiroler LHStvin Ingrid Felipe. Weil das aber nicht genug sei, um die sensiblen Alpenregionen vor dem wachsenden Transportbedarf und seinen  Auswirkungen zu schützen, werden rechtliche Rahmenbedingungen von der EU und ihren Mitgliedsstaaten für eine schrittweise Umsetzung der fairen Verkehrsverlagerung benötigt.

Memorandum an EU-Verkehrskommissarin übergeben

Die drei Verkehrslandesräte Felipe, Mussner und Gilmozzi übergaben EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc ein Memorandum mit konkreten Maßnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf der Brennerachse von der Straße auf die Schiene, welches auf die Beschlüsse zur „Alpentransitbörse“ und „Grenzüberschreitende Strategie zur Verkehrsverlagerung“ des Südtiroler, Tiroler und Trentiner Landtages von seiner letzten gemeinsamen Sitzung verweist.

Komplettiert wird die Maßnahmensammlung durch den Tagungsband der Verkehrswoche 2014 (www.tirol.gv.at/verkehrswoche). Nun sei die Europäische Kommission gefordert, auf die konkreten Maßnahmenvorschläge einzugehen. Ziel sei die erkennbare schrittweise Verlagerung des Straßengüterfernverkehrs auf die Schiene, die letztendlich die hohen Infrastrukturinvestitionen und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität für die Bevölkerung und den Erholungsraum für die Touristen entlang des Brennerkorridors sichere.
v.l. Desiree Oen (Kabinett Bulc), Verkehrskommissarin Violeta Bulc , EU-Koordinator Pat Cox , LHStvin Ingrid Felipe, LR Florian Mussner, LR Mauro Gilmozzi (c) Die Fotografen

Bau des BBT-Hauptstollens in Angriff genommen

19.03.2015

„Tirol ist nicht nur das Herz Europas, sondern steht heute auch im Mittelpunkt der europäischen Verkehrspolitik“, begrüßt LH Günther Platter seine hochrangigen Gäste aus Europa[mehr]

Neben EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, Südtirols LH Arno Kompatscher und sein Amtskollege Ugo Rossi sowie EU-Koordinator Pat Cox kommen die VerkehrsministerInnen der Alpenländer anlässlich des Tunnelanschlags für den BBT-Hauptstollen nach Innsbruck.

„Die alpenquerenden Verkehrsverbindungen sind maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt der nördlichen und südlichen Länder sowie der Alpenregionen“, sagt LH Platter. Mit dem Bau des 64 Kilometer langen Brenner Basistunnels werde nicht nur ein Kernstück des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors realisiert, sondern auch der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Gespräch mit EU-Verkehrskommissarin

Im Vorfeld zum Tunnelanschlag im Hauptstollen im Ahrental bei Innsbruck findet ein Gespräch zwischen LH Platter und der EU-Verkehrskommissarin Bulc statt, in dem die Anliegen Tirols deponiert werden. „Derzeit fahren knapp zwei Millionen Schwerfahrzeuge durch unser Land über den Brenner – das können wir auf Dauer nicht verantworten“, betont LH Platter. Aus diesem Grund habe die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in vorbildlicher Weise die Umsetzung der europäischen Eisenbahnkorridore vorangetrieben und gleichzeitig damit bewiesen, wie zielführend grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei.

Notwendige Begleitmaßnahmen der EU

Der BBT werde eine maßgebliche Entlastung für die Bevölkerung von Tirol und Südtirol darstellen. Allerdings müsse die EU noch notwendige Begleitmaßnahmen schaffen, damit der Tunnel auch entsprechend genützt wird. „Hier herrscht im wahrsten Sinne des Wortes: höchste Eisenbahn“, mahnt LH Platter.

Willkommen heißen LH Platter und sein Südtiroler Amtskollege Kompatscher auch  insgesamt 35 BürgermeisterInnen aus den Ortschaften entlang der Brennerachse. „Der BBT ist ein Meilenstein für eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Güterverkehrs, aber auch des Personennahverkehrs“, sagt LH Kompatscher. „Er schafft eine wichtige Verbindung für und mit Europa und bedeutet den weiteren Abbau von Grenzen.“ 

Wichtige Impulse für die Wirtschaft

Durch den Bau des BBT werden Wirtschaftsimpulse für die ganze Region gesetzt. „Wir haben insgesamt eine Bruttowertschöpfung von 15 Milliarden Euro, davon verbleibt fast ein Drittel in Tirol und Südtirol“, erklärt LH Platter. Die Brenner Basistunnel Gesellschaft schreibt alle Aufträge europaweit aus und hat bisher rund 700 Millionen Euro investiert. Etwa 80 Prozent davon verblieben in einem Umkreis von 300 km. „Das bedeutet, dass vor allem auch die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vom Bau des Tunnels profitiert“, freut sich LH Platter. Des Weiteren finden während der gesamten Bauzeit des BBT rund 150.000 Menschen Beschäftigung.

Fakten zum Brenner Basistunnel

Der Bau soll bis zum Jahr 2026 realisiert werden. Die prognostizierten Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf rund zehn Milliarden Euro. Davon werden 50 Prozent der Planungskosten und 40 Prozent der Baukosten von der EU kofinanziert und der Rest je zur Hälfte von Österreich und Italien getragen.

Die Personenzüge werden mit bis zu 250 km/h und die Güterzüge mit 120 bis 160 km/h durch die Alpen fahren. Damit verkürzt sich die Reisezeit von Innsbruck nach Bozen von derzeit zwei Stunden auf 45 Minuten und reduziert die Beförderungszeit von Gütern von derzeit drei Stunden auf die Hälfte.

Bozner Bahnhof: LH Kompatscher hat Vereinbarung mit Bahnchefs unterzeichnet

09.03.2015

Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli und die Geschäftsführer der drei italienischen Eisenbahngesellschaften RFI, Trenitalia und FS Sistemi urbani haben heute (9. März) eine ...[mehr]

... Vereinbarung unterschrieben, die die weitere Vorgehensweise für der Umgestaltung des Bahnhofsareals regelt. Heute haben die Vertreter des Landes, der Stadtgemeinde Bozen und der Areal Bozen AG ihre Unterschrift unter das Grundsatzabkommen gesetzt, das die Grundlage für die künftige Programmvereinbarung zur urbanistischen Umwandlung sowie zur Umgestaltung und Aufwertung des Bozner Bahnhofsareals darstellt. Die Eisenbahngesellschaften Rete ferroviaria italiana (RFI), Trenitalia und FS Sistemi urbani sind dem Abkommen auf technischer Ebene beigetreten. Für die jeweiligen Körperschaften haben Landeshauptmann Kompatscher, Bozens Bürgermeister Spagnolli sowie Maurizio Gentile (RFI), Vincenzo Soprano (Trenitalia) und Carlo De Vito (FS Sistemi Urbani) die Vereinbarung unterschrieben.

Es wird damit gerechnet, dass sich die Investitionen auf insgesamt ca. eine Milliarde Euro belaufen werden, wovon mehr als ein Viertel auf die Verlegung der Infrastrukturen entfallen. Das Projekt soll sich zur Gänze selbst tragen, da neben dem neuen Busbahnhof - der ebenfalls auf dem Gelände des jetzigen Bahnhofsareals entstehen soll - und einem Parkhaus vor allem die Errichtung von Wohnungen vorgesehen ist.

Bereits im Dezember hatten sich die Vertreter des Landes und der Stadtgemeinde Bozen auf das Einvernehmensprotokoll geeinigt, mit dem der gemeinsam mit den Eisenbahngesellschaften ausgearbeitete Masterplan als urbanistisches Planungsinstrument festgelegt wurde. Mit der heute im Palais Widmann erfolgten Unterzeichnung des Abkommens ist nun der Weg frei für die Programmvereinbarung, die zugleich eine Abänderung des Bauleitplanes zur Folge haben wird. Damit ist nun die Zusammenarbeit des Landes, der Gemeinde und der Eisenbahngesellschaften besiegelt, was die Voraussetzung für eine koordinierte Vorgehensweise ist. Dies ist aufgrund der Komplexität des Projektes und der Notwendigkeit, die urbanistische Aufwertung des Bahnhofsareals so rasch wie möglich umzusetzen, unerlässlich. Mit dem Abkommen verpflichten sich die Vertragspartner außerdem dazu, die Programmvereinbarung zur Umsetzung des Masterplans zu unterzeichnen, sobald alle noch offenen Fragen im Zusammenhang mit der Übergabe der Immobilien und der bestehenden Anlagen geregelt sind. Insbesondere betrifft dies die damit verbundene Vorgehensweise, vermögensrechtliche und finanzielle Aspekte sowie die Verpflichtungen und Rechte. Zurzeit werden noch die entsprechenden technischen Überprüfungen durchgeführt.

Landeshauptmann Kompatscher hat besonders die Bereitschaft zur Zusammenarbeit hervorgehoben, die die Lokalkörperschaften und die Vertreter der Eisenbahnen an den Tag gelegt haben. "Damit wird der Grundstein für die künftige Entwicklung der Landeshauptstadt gelegt", erklärte Landeshauptmann Kompatscher, "denn es handelt sich um den bedeutendsten urbanistischen Eingriff der kommenden Jahrzehnte. Aufgrund der Tragweite dieses Projektes war es wichtig, alle Beteiligten an einem Tisch zu vereinen, um einen gemeinsamen Konsens zu finden, ohne sich ausschließlich auf die jeweiligen Zuständigkeiten zu beschränken. Wir gehen dabei nach einem präzisen Zeitplan vor, um die notwendigen Voraussetzungen für die urbanistische Entwicklung zu schaffen." Bürgermeister Luigi Spagnolli berichtete, dass er die heute unterzeichnete Vereinbarung bereits nächste Woche dem Gemeinderat zur Genehmigung vorlegen werde.

Auch die Vertreter der Eisenbahngesellschaften verwiesen darauf, dass es sich bei der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes um ein sehr bedeutendes Vorhaben handle, das sowohl für die Gemeinde als auch für die Eisenbahnverwaltung Vorteile mit sich bringe. Die jahrelange Vorbereitungszeit trage nun endlich Früchte, so die einhellige Meinung der drei Bahnchefs.

Der Brenner Basistunnel ist weit mehr als eine einfache Infrastruktur

06.03.2015

"Wir wollen verstehen, in welche Richtung wir uns bewegen, um allen Beteiligten konkrete Richtwerte bieten zu können"[mehr]

Mit diesen Worten eröffnete Verkehrslandesrat Mauro Gilmozzi den zweiten Tag der Tagung „Mehr als nur eine Infrastruktur. Auf dem Weg zu einer neuen Mobilitätskultur“, die heute im  naturwissenschaftlichen Museum von Trient "MuSe"  stattgefunden hat." Im Jahr 2015 hat das Trentino den Vorsitz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn übernommen und eine eigene Beobachtungsstelle für die Entwicklung des Brennerkorridors und der zugehörigen Infrastrukturen eröffnet. Durch dieses Instrument - so Gilmozzi - sollen der Bevölkerung einerseits Informationen zugänglich gemacht und ihr andererseits eine Anlaufstelle zur Verfügung gestellt werden" "Nach der Errichtung der Infrastruktur  selbst - erklärte er weiters - müssen wir dafür sorgen, dass diese auch optimal genutzt wird, wofür in erster Linie eine bessere Koordinierung der Verkehrspolitik der verschiedenen Länder erforderlich ist. Dazu werden wir die EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc um Unterstützung ersuchen, denn wir sind überzeugt, dass eine gemeinsame Strategie sowie Maßnahmen zur Förderung der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Eisenbahn - und umgekehrt Maßnahmen zur Einschränkung der gegenteiligen Entwicklung - notwendig sind." "Durch den Brenner Basistunnel wird Europa moderner und noch weiter integriert, und zwar nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell - erläuterte Gilmozzi - allerdings sind dazu Maßnahmen erforderlich, welche die Intermodalität und die Anbindung der europäischen Städte begünstigen." Dem schließt sich auch der Verkehrslandesrat der Autonomen Provinz Bozen Florian Mussner an, der auf die große Bedeutung der Verkehrswege hinwies, nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch um die Menschen einander näher zu bringen und somit den Frieden abzusichern. "Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen - führte Mussner weiter aus - damit die Modernität mit der Umwelt und der Lebensqualität einhergehen kann."

 

Das Projekt Brenner Basistunnels ist nicht nur eine Eisenbahn, die schlicht einige Regionen durchquert, sondern eine intermodale Hochleistungsstrecke, die grüne Energiequellen nutzt. Sie ist ein modernes Interaktionssystem, für welches die betroffene Bevölkerung informiert und miteinbezogen werden muss. Dies waren die zentralen Themen, welche die Experten und Beteiligten aus den verschiedenen Ländern Europas im Rahmen der Tagung «Über die Infrastruktur hinaus. Auf dem Weg zu einer neuen Mobilitätskultur» beschäftigten.

 

"Es ist ein weiter Weg" stellte der Leiter des Referats Transeuropäisches Netzwerk Herald Ruijters fest, der im Auftrag der Europäischen Kommission die Entwicklung des Scan-Med-Korridors, welcher Skandinavien mit dem Mittelmeer verbinden wird und in welchen auch der Brenner Basistunnel fällt, betreut. "Es gibt nur sechs Projekte die so gut entwickelt sind wie jenes des Brenner Basistunnels - berichtete Ruijters - und erinnerte daran, dass die Europäische Kommission circa 23 Milliarden Euro für den Verkehrssektor bereitgestellt hat und dass die grenzüberschreitenden Projekte diesbezüglich Vorrang haben." "Hindernisse sind schreckliche Dinge die man sieht, wenn man sein Ziel aus den Augen verliert - zitierte Ruijters Henry Ford - um in Erinnerung zu rufen, dass wir die gemeinsamen Zielsetzungen nicht aus dem Blickfeld verlieren sollten." "Unsere Arbeit geht nicht zum Vorteil des Verkehrssektors - erklärte er abschließend - sondern soll dem Wohl der Gesellschaft dienen, weswegen es aus unserer Sicht von wesentlicher Bedeutung ist, die ansässige Bevölkerung und die regionalen Vertreter der Behörden zu involvieren, um das Verständnis zu wecken, dass es hier nicht lediglich um die Umsetzung einer Entscheidung geht, die weit weg, in Brüssel, getroffen worden ist."

 

Der Brenner Basistunnel wird nach den aktuellsten Schätzungen etwa 8,5 Milliarden Euro kosten und wird bis Ende 2026 fertiggestellt, erinnerte Konrad Bergmeister, Vorstandsmitlied der Errichtergesellschaft BBT SE.

 

"Es wird eine moderne Infrastruktur sein, erklärte Bergmeister, die den Personen- und Warenverkehr im Herzen Europas deutlich verbessern und gleichzeitig die Umwelt und die Landschaft der Alpenregionen wahren wird. "Innerhalb eines Jahres - fasste er abschließend zusammen - werden wir alle großen Baulose für die Errichtung des Basistunnels, der einen großen Mehrwert durch die Senkung der CO2-Emissionen und die Weiterentwicklung der Intermodalität und der Geotermie mit sich bringen wird, vergeben haben." (fm)

Erste Sitzung der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn in Trient

05.03.2015

Am heutigen Nachmittag fand im Landhaus von Trient die erste Fachkommissionssitzung der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB) unter dem Vorsitz des Trentino statt. [mehr]

Im Rahmen dieses vom Leiter der Abteilung für öffentliche Arbeiten und Mobilität, Raffaele De Col, geleiteten Treffens wurden die Probleme im Zusammenhang mit dem Projektfortschritt dieser bedeutenden Infrastruktur, die eine deutlich schnellere Verbindung des Trentino bzw. Norditaliens mit Europa, ein Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene und somit eine klare Verbesserung der Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung in diesen Gebieten ermöglichen wird, besprochen. Das Trentino, das bis Ende 2016 den Vorsitz der AGB innehaben wird, beginnt seine Amtszeit mit einer großen Veranstaltung: morgen, ab 8:30 Uhr, findet im naturwissenschaftlichen Museum von Trient "MuSe" die Tagung "Vorschläge zu den Nutzungsmöglichkeitenen der neuen Brennerbahn" statt. Eröffnet wird die Tagung von Landesrat Mauro Gilmozzi. Die Tagung bietet eine hervorragende Gelegenheit um sich über den Sachstand zum Ausbau der Brennereisenbahnachse im europäischen Kontext zu informieren.

Im Zuge der heutigen Sitzung wurde der Projektfortschritt in sämtlichen Abschnitten der Eisenbahnstrecke zwischen Münschen und Verona, einschließlich der Zulaufstrecken im Norden und Süden des Brenner Basistunnels unter die Lupe genommen. Die betroffenen Verwaltungen setzen sich, unter Einbeziehung der ansässigen Bevölkerung, mit großem Einsatz für die Ausarbeitung von optimalen technischen Lösungen entlang des gesamten Scan-Med-Korridors ein. Im morgigen Treffen wird das Untersuchungsfeld auf die Problemstellungen der urbanen Mobilität ausgedehnt.

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