Von München nach Verona. Teil der künstlerischen Arbeit Berlin - Palermo von Markus Bstieler.

03.03.2017

Grünes Licht für Baulos 1 der BBT-Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck

Das interministerielle Komitee für Wirtschaftsplanung CIPE hat am Freitag, den 3. März, dem Projekt zugestimmt. Somit liegt nun die allumfassende Genehmigung des Infrastrukturministeriums in Rom für das verbesserte Einreichprojekt vor. „Damit haben wir die Baugenehmigung sozusagen in der Tasche“, freut sich Landeshauptmann Arno Kompatscher. Es handelt sich dabei um das Einreichprojekt, das 2016 unter der Koordination der BBT-Beobachtungsstelle zwischen Schienennetzbetreiber RFI, Italferr, den Anrainergemeinden und dem Land Südtirol vereinbart wurde.

Mit der heutigen Entscheidung konnte ein langer Genehmigungsprozess abgeschlossen werden, der am 23. Oktober 2015 mit der Hinterlegung des Einreichprojekts im Ministerium begonnen hat. Gleichzeitig wurde damals die Dienststellenkonferenz eröffnet, die es den Gemeinden und dem Land Südtirol ermöglicht hat, Anmerkungen und Verbesserungswünsche für das Projekt vorzulegen.

Die Anliegen des Landes und der Anrainergemeinden wurden im Dezember 2015 in Rom hinterlegt und vom gesamtstaatlichen Schienennetzbetreiber RFI begutachtet und auf ihre Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit überprüft. Bis September 2016 wurde dann im Dialog zwischen den Gemeinden, dem Land Südtirol, RFI, Italferr und der BBT-Beobachtungsstelle versucht, Kompromisse und Lösungen zu finden, die für alle beteiligten Institutionen annehmbar waren.

Auf diese Weise wurde das Projekt kontinuierlich verbessert. Großes Augenmerk wurde dabei auf den Lärmschutz sowohl in der Bau- als auch in der Betriebsphase gelegt. „An das Thema Lärm sind wir mit größter Sorgfalt herangegangen“, bestätigt Martin Ausserdorfer von der BBT-Beobachtungsstelle, „im Eisacktal wurde das wahrscheinlich größte Lärm-Monitoring durchgeführt, das es bisher gegeben hat.“

„Nachdem bereits im vergangenen August das interministerielle Komitee für die Wirtschaftsplanung die notwendigen Finanzmittel von 1,55 Milliarden Euro für den Bau der Zulaufstrecke bereit gestellt hat, sind wir nun nach der Einigung mit RFI und Infrastrukturministerium dem Bau der überaus wichtigen Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck einen großen Schritt näher“, zeigt sich Landeshauptmann Arno Kompatscher hoch erfreut. „Innerhalb 2017 wird RFI in Absprache mit Land und Gemeinden das Ausführungsprojekt erstellen“, kündigt der Landeshauptmann an, „2018 kommt es dann zu Ausschreibung und zum Baubeginn.“ Den gesamten Beteiligungsprozess für dieses Großprojekt von gesamtstaatlicher Bedeutung, in den Land und Gemeinden eingebunden waren, wertet der Landeshauptmann als einmalig. Er geht davon aus, dass er „für zukünftige Projekte als positives Beispiel konstruktiver Lösungsfindung dienen“ wird.

Die Bauzeit für die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck dürfte sieben Jahre in Anspruch nehmen. Sie soll demnach zeitgleich mit dem Brennerbasistunnel im Jahr 2026 eröffnet werden.

Pressemitteilungen

Vorläufiges Ergebnis der Ausschreibung Baulos Mauls 2-3

09.03.2016

Am 9. März 2016 fand am Rechtssitz der Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE in Bozen die öffentliche Sitzung zur Bekanntgabe der vorläufigen Reihung der Bieter der am 31. Juli 2015 veröffentlichten [mehr]

.... Ausschreibung der Arbeiten des Bauloses Mauls 2-3 mit einem Auftragswert von ca. 1,4 Mrd. Euro statt. Von den sechs Teilnehmern schaffte es die Bietergemeinschaft bestehend aus den Unternehmen Astaldi spa (federführendes Unternehmen), Ghella spa (Mitglied), Oberosler Cav Pietro spa (Mitglied), Cogeis spa (kooptiertes Mitglied), PAC spa (kooptiertes Mitglied) an die Spitze der Rangliste. Nach dem Vergabekriterium des Bestbieterprinzips erzielte diese Bietergemeinschaft die höchste Gesamtpunktezahl, die sich aus den für das technische Angebot, das Zeitangebot und dem Angebotspreis, welches 992.934.000 Euro beträgt, zugewiesenen Teilpunktezahlen errechnet.

Die Prüfkommission hat ihre Arbeit am 26. November 2015, dem Ende der Angebotsfrist, begonnen und in etwa 3 Monaten die von den sechs Bietern eingereichten technischen Angebote auf Mark und Bein geprüft.
Im Rahmen der heutigen öffentlichen Sitzung öffnete die Prüfkommission die wirtschaftlichen Angebote und die Zeitangebote und vergab die entsprechenden Punkte.

Abschließend wurde die Reihung der Bieter erstellt, die bis dato nur vorläufig ist, da der erstgereihte Bieter noch die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nachweisen und die Angemessenheit der Angebotspreise überprüft werden muss. Der endgültige Zuschlag kann erst nach dem positiven Abschluss dieser Überprüfung erteilt werden. Im Anschluss daran kann in relativ kurzer Zeit der Vertrag abgeschlossen und das Baufeld übergeben werden.
In diesem Baulos werden sämtliche Tunnelbauwerke zwischen Mittewald (bei Franzensfeste) und dem Brenner und insbesondere die 40,3 km der Haupttunnelröhren sowie die 14,7 km Erkundungsstollen ausgebrochen. Dieses Baulos wird ca. 400 Arbeiter beschäftigen, zu denen an die hundert Techniker des Auftraggebers, der Baufirma und der Bauleitung hinzukommen (vorgesehene Bauzeit 7 Jahre).

Bislang wurden zwischen Innsbruck und Franzensfeste über 45 km des Tunnelsystems, also 20,5% der gesamten Bauarbeiten des Projekts Brenner Basistunnels, errichtet.

Mit der Einleitung dieses Bauloses belaufen sich die von der BBT SE in Auftrag gegebenen Arbeiten auf deutlich über 1.800 Millionen Euro. In den nächsten neun Jahren werden, sobald alle Baustellen in Betrieb sind, Investitionen in Höhe von ca. 400 Millionen Euro/Jahr getätigt.

06.01.2016

AGB-Präsidentenkonferenz Landesrat Gilmozzi: "Wir müssen korridororientiert denken"

20.11.2015

"Wenn wir gegenüber den Regierungen, der EU und vor allem der Bevölkerung eine starke Stimme haben wollen, dann muss unser Ansatz "korridororientiert" sein, wir müssen geschlossen, von München bis nach Verona, als Gesamtkorridor...[mehr]

 
Mit diesen Worten leitete der Landesrat für Infrastruktur und Umwelt der Autonomen Provinz Trient, Mauro Gilmozzi, am heutigen Nachmittag die Arbeit der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn, in der die Vertreter der Regionen, Länder und Provinzen zusammenarbeiten, in Trient ein.  

"Wir haben konkrete Vorschläge eingebracht, um die Herausforderungen, vor denen wir stehen, bestmöglich zu meistern - erklärte Gilmozzi - und wir müssen sowohl nördlich als auch südlich des Brenners mit großem Engagement arbeiten, damit wir nicht unvorbereitet dastehen, sobald die Infrastruktur in 10 Jahren fertiggestellt ist.“ Der Landesrat schlägt vor: "Wir könnten alle Bürgermeister der betroffenen Gebiete zwischen München und Verona zu einem Treffen einladen, um ihnen zu zeigen, wie sehr die Institutionen an dieses Projekt glauben und um zu diesem Anlass sämtliche Fragen und Zweifel der Bevölkerung zu beantworten bzw. zu klären.“
"Gute Kommunikation ist hierbei ausschlaggebend - fügte LH-Stellvertreterin von Tirol Ingrid Felipe hinzu - denn die Errichtung von Großbauwerken ist nur mit dem Konsens und der Unterstützung der Bevölkerung möglich. Wir müssen mehr und mehr zusammenarbeiten und unser Team nach Norden und nach Süden ausdehnen, um deutlich zu machen, dass es hier nicht nur um den Brenner geht. Wir müssen allen verständlich machen, warum die Verkehrsverlagerung auf die Schiene so wichtig ist. Florian Mussner, Landesrat für Mobilität der Autonomen Provinz Bozen, stimmt dem zu und weist auf die hervorragende Arbeit der AGB als glaubwürdiger Ansprechpartner für Regierungen und die EU hin. "Wir müssen zeitgerecht Maßnahmen umsetzen - bekräftigte Mussner - um den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern." Unter den Teilnehmern war auf Antonio Pastorello, Landeshauptmann der Provinz Verona, anwesend, der die Wichtigkeit des Dialogs und der Teamarbeit bestätigte.
Im Rahmen der Tagung wurde der jährliche Tätigkeitsbericht der AGB unter der Federführung der Provinz Trient, die seit 2015 den Vorsitz übernommen hat, vorgestellt. Die Schwerpunkte im kommenden Jahr sind die Fortführung der Bauarbeiten zur Errichtung des Tunnels und seiner Zulaufstrecken, das Verkehrsmanagement und die Einführung von Maßnahmen zur Förderung der Intermodalität, die Aktualisierung der Verkehrs- und Umweltdaten, die Lobbying-Tätigkeiten und die Schaffung von Synergien auf allen Ebenen und insbesondere mit der Europäischen Kommission und den Regierungen. Alle Teilnehmer sind sich darüber einig, dass es erforderlich ist, zeitgerecht gemeinsame Maßnahmen zur Förderung der Verkehrsverlagerung umzusetzen, um die Schadstoffemissionen zu reduzieren (ein Ziel, das europaweit angestrebt wird, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken) und um die Lebensqualität der Bürger und Bürgerinnen, die entlang dieser Hauptverkehrsachse leben, zu verbessern.

Im Rahmen des Treffens wurden die strategischen Ziele der AGB und der Fortschritt der entsprechenden Maßnahmen und Tätigkeiten besprochen. Insbesondere wurde die wesentliche Bedeutung einer zunehmend engen Zusammenarbeit zwischen den Institutionen bekräftigt. Dazu verpflichteten sich die drei Provinzen der Europaregion auch in einem Schreiben an die EU-Verkehrskommissarin Bulc vom 20. März, auf welches am 17. November ein Treffen folgte, im Rahmen dessen der aktuelle Stand und Fortschritt der Begleitmaßnahmen vorgestellt wurde. Darunter ist insbesondere die Überprüfung der Machbarkeit und der Bedingungen zur Einführung des Toll+ Mautsystems laut Eurovignetten-Richtlinie zu nennen. Im Rahmen ihrer Lobbyarbeit versucht die AGB derzeit ein Treffen mit den Verkehrsministern von Österreich und Italien mit dem EU-Koordinator für den Scan-Med-Korridor Pat Cox zu organisieren, um die Finanzierungsmöglichkeiten und den Zeitplan für die Fertigstellung des Korridors auszuloten (analog zum Beschluss der EVTZ/Europaregion vom vergangenen Mittwoch).
Es wurde auch über die Fortschritte des Projekts RoLa dank der Finanzierungen der Region Trentino-Südtirol  gesprochen. Dabei liegt das zentrale Augenmerk auf der Tätigkeit der Verladebahnhöfe, insbesondere jenem in Trient, der die gesamte Region als Einzugsgebiet hat und wo die Tätigkeit so weit ausgebaut werden soll, dass die A22, die meist befahrene Autobahn des gesamten Alpenbogens, vom Schwerverkehr entlastet wird.
In Kürze wird die Beobachtungsstelle für die Entwicklung des Brenner-Korridors in Betrieb gehen und eng mit der bereits bestehenden Südtiroler Beobachtungsstelle zusammenarbeiten. In diesem Sinn ist es unentbehrlich, weitere Maßnahmen zu setzen, um die ansässige Bevölkerung über die Entwicklungen in Hinblick auf den Trassenverlauf zu informieren. Das Trentino erhebt und aktualisiert derzeit die Daten über den Zugverkehr und dessen Lärmemissionen. Diese Arbeit wird eine nützliche Grundlage für die folgende Überarbeitung der Maßnahmen des Aktionsplans Brenner seitens der Brenner Corridor Platform (BCP) sein.

Für den Abschnitt Franzensfeste - Waidbruck (Los 1) wurde das Vorprojekt bereits im Ministerium für Infrastruktur eingereicht und das Genehmigungsverfahren zwecks CIPE-Beschluss eingeleitet. Das Vorprojekt für den Abschnitt Trient - Rovereto (Los 3) wird dem Ministerium für Infrastruktur im Januar 2016 vorgestellt werden und jenes für den letzten Abschnitt des Korridors, bis nach Verona, voraussichtlich Mitte 2016.   

Die Vorstandsvorsitzenden der BBT SE (die für die Errichtung des Brenner Basistunnels zwischen Franzensfeste und Innsbruck zuständige Projektgesellschaft) erklärten, dass bis dato etwa 55% der Bauarbeiten ausgeschrieben wurden. Bis heute wurden 850 Mio. Euro investiert, es wurden Arbeiten und Leistungen im Wert von 1.500 Mio. Euro in Auftrag gegeben und Arbeiten über mehr als 1.400 Mio. Euro ausgeschrieben. Vom gesamten Tunnelsystem wurden bislang etwa 43 Kilometer ausgebrochen. Zur Finanzierung des Tunnels hat die EU im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) für die Finanzierungsperiode 2016-2019 303 Mio. Euro für die Errichtung des Erkundungsstollens und 879 Mio. Euro für die Errichtung der Haupttunnel bereitgestellt. Österreich und Italien haben sich zur Deckung der Kosten auch nach 2019 verpflichtet. Im Zuge der letzten Kostenaktualisierung hat der CIPE einen Rückgang der Gesamtkosten auf 8.800 Mio. Euro festgestellt, von welchen 4.400 zulasten Italiens gehen.

In Hinblick auf den Nordzulauf fassten die Techniker der DB und der ÖBB den Stand der Arbeiten zusammen und erinnerten daran, dass im österreichischen Inntal 42 km der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke bereits seit 3 Jahren in Betrieb sind. Im Projektgebiet von Kufstein bis südlich von Rosenheim wurde im Jahr 2015 das Trassenauswahlverfahren eingeleitet und es wurden Regional- und Gemeindeforen gebildet, um die aktive Einbeziehung aller Interessensgruppen und der 13 betroffenen Gemeinden zu gewährleisten. Im erweiterten Projektgebiet - von Rosenheim bis nach München - wird eine Korridorstudie durchgeführt, um die Planungsgrundlagen zu bestimmen, und es werden verschiedene Trassenvarianten in Erwägung gezogen, in welchen die Eisenbahnverkehrsflüsse von Salzburg, Mühldorf, Landshut und München Berücksichtigung finden. Abschließend wurde noch festgehalten, dass die österreichische Bundesregierung im Rahmenprogramm 2016-2021 die Finanzierung des Abschnitts Schaftenau - Radfeld im Unterinntal genehmigt hat, wodurch die Planungsarbeiten fortgeführt werden können.

BBT-Zulaufstrecke: LH Kompatscher informiert Bürgermeister

10.11.2015

Über den Stand der Dinge in Sachen Brennerbasistunnel und insbesondere die Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste hat gestern Abend (9. November) Landeshauptmann Arno Kompatscher die Bürgermeister der Anrainergemeinden informiert.[mehr]

Der Landeshauptmann hat dabei die Bedeutung des BBT samt Zulaufstrecken für eine neue Mobilitätsstrategie hervorgehoben.

„Aus dem Bau des Brennerbasistunnels zieht derzeit die Wirtschaft Gewinn", so Landeshauptmann Kompatscher. Die gesamten extern finanzierten Investitionen in die Infrastruktur seien eine Chance für die Wirtschaft, dies gelte für den Bau des Tunnels, aber auch für die Zulaufstrecken. Für jene zwischen Waidbruck-Franzensfeste hat der Staat bereits 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Morgen aber, so der Landeshauptmann weiter, werde die Bevölkerung von der neuen Infrastruktur profitieren, und das gleich doppelt: „Zum einen durch die Verkehrs- und Lärmentlastung, wenn LKW von der Straße auf die unterirdische Schiene verlagert werden, zum anderen durch eine verbesserte Mobilität, eine bessere Erreichbarkeit durch die optimierte Anbindung an das europäische Bahnnetz."

Der Brennerbasistunnel und insbesondere die Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste waren gestern Abend Gegenstand eines Informationstreffens der BBT-Beobachtungsstelle für die Bürgermeister der Anrainergemeinden. In erster Linie sollte dabei den Gemeinden die Möglichkeit gegeben werden, Änderungs- und Verbesserungswünsche zum Einreichprojekt für die Zulaufstrecke vorzubringen.

Nach diesem Austausch mit den Bürgermeistern wird die BBT-Beobachtungsstelle in dieser Woche die interessierten Bürger bei zwei öffentlichen Veranstaltungen über das Projekt Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste informieren. Fachleute der italienischen Schienennetzbetreiber-Gesellschaft RFI und der Planungsgesellschaft Italferr werden mit dabei sein.

BBT-Treffen mit Pat Cox: Bau und Finanzierung gut, Unterstützung für ROLA

16.09.2015

Zusätzlich zum Bau des BBT braucht es eine gemeinsame Tarif- und Umweltschutzpolitik der Euregio. Dies soll etwa durch die Förderung der RoLa durch die Region erfolgen. [mehr]

Diese ist eine der Maßnahmen, die beim heutigen Treffen zum Brennerbasistunnel mit den Landeshauptleuten Arno Kompatscher, Ugo Rossi, dem Tiroler Landtagspräsidenten Herwig van Staa mit EU-Koordinator Pat Cox angekündigt wurde.

Beim heutigen Treffen (16. September) im Palais Widmann konnte Landeshauptmann Arno Kompatscher berichten, dass sämtliche Finanzmittel für den Bau des Hauptstollens bereits vorhanden seien. 30 Prozent der Bauarbeiten am BBT sind bereits vertraglich gebunden, innerhalb eines Jahres sollen insgesamt 90 Prozent der gesamten Arbeiten ausgeschrieben sein. Was die Zulaufstrecken anbelange, gebe es ebenfalls wichtige Fortschritte: "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Wochen der CIPE-Genehmigungsprozess aufgenommen werden kann", erklärte er. "Im Entwurf des Konzessionsvertrags für die Brennerautobahn werden zusätzlich zu den bereits bereitgestellten 550 Millionen Euro weitere 34,34 Millionen Euro jährlich als Querfinanzierung genutzt werden können, also insgesamt für 30 Jahre über eine Milliarde Euro für die Strecke Brenner-Verona", erklärte Kompatscher.

Pat Cox als für alle großen Verbindungsachsen in Europa zuständiger Koordinator unterstrich die Bedeutung, die dieses Projekt für die EU habe. Er lobte die bisher geleistete Arbeit am Projekt BBT. Der Koordinator erinnerte daran, dass das Projekt heuer 1,2 Milliarden Euro aus dem Connecting Europe Facility (CEF) Fonds erhalten hatte, die höchste Summe aller beim Fonds eingereichten Projekte. Zudem mahnte Cox dazu die Gelder verantwortungsvoll einzusetzen und den Haupttunnel, die Zulaufstrecken und nötigen Infrastrukturen so zu gestalten und mit einem Zeitplan, der es ermöglicht, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Man werde gemeinsam mit den Ländern nun an der weiteren Umsetzung arbeiten und er persönlich werde sich weiterhin bei den Staaten dafür einsetzen, dass die europäische Idee der Korridorpolitik umgesetzt und realisiert werde, so Cox.

Der Trentiner Landeshauptmann und Präsident der Region Ugo Rossi kündigte an, dass die Region künftig die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene unterstützen werde. "Die Region wird den Verladebahnhof in Trient finanzieren", versprach er. So könne die ROLA nicht nur bis zum Brenner, sondern bis nach Trient zum Einsatz kommen, erklärten die beiden Landeshauptleute Rossi und Kompatscher. "Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tarifpolitik, die Unterstützung wird nicht nur die Bauarbeiten betreffen, sondern auch weitere begleitende Maßnahmen. "Im Entwurf zum Vertrag für die Erteilung der Autobahnkonzession für die A22 sind ausdrücklich tarifpolitische Maßnahmen zur Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene vorgesehen", sagte Kompatscher. So möchte man die derzeit 120.000 Schwerfahrzeuge, die derzeit die Straße nutzen, auf die ROLA bringen. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte, man wolle in die Bestrebungen der Euregio auch verstärkt Bayern einbinden um gemeinsam in Brüssel für die Korridorpolitik einzutreten. Kompatscher unterstrich, dass es "nicht nur um Güterverkehr, sondern auch Personenverkehr" gehe.

Zum aktuellen Zeitpunkt seien 42 Kilometer Tunnel durchbrochen. In einer Arbeitsgruppe werde nun gemeinsam mit ÖBB und RFI überlegt, wie der Betrieb und die Fahrplangestaltung für Personen- und Güterverkehr auf der Strecke erfolgen werde, so BBT-Vorstand Konrad Bergmeister. Zum weiteren Zeitplan für die Bauarbeiten am BBT sagte Bergmeister, der gemeinsam mit Raffaele Zurlo und Martin Ausserdorfer die BBT-Spitze vertrat: "2025 möchten wir mit einem Probebetrieb starten. Wir rechnen mit dem Abschluss aller Arbeiten bis Ende 2026."

Giunta a Trento la Commissione tecnica della Comunità d'azione ferrovia del Brennero

15.09.2015

Tunnel di Base del Brennero: I lavori proseguono come da programma.[mehr]

"Sono qui per ribadire il sostegno dell'Unione europea a questo corridoio e per invitarvi tutti al massimo impegno sullo sviluppo delle tratte d'accesso, la cui realizzazione deve essere portata avanti contestualmente ai tunnel di base, perché una galleria senza tratte d'accesso è come un Irish Pub senza la birra". Con queste parole, Pat Cox, Coordinatore europeo per l’asse TEN-T1, è intervenuto oggi pomeriggio ai lavori della Commissione tecnica della CAB, la Comunità d'azione ferrovia del Brennero, che si è riunita a Trento al Castello del Buonconsiglio. “Tutte le istituzioni - ha detto l'assessore alle infrastrutture Mauro Gilmozzi aprendo i lavori - sono chiamate ad uno sforzo per la realizzazione delle infrastrutture, che devono comprendere anche le tratte d'accesso. A tal fine è importante – ha detto Gilmozzi – lo sblocco del fondo accantonato dall'Autobrennero e i futuri finanziamenti che la società in house dovrà mettere a disposizione". “In uno spazio alpino come il nostro, le infrastrutture devono aiutare lo sviluppo, ma anche garantire la qualità di vita delle popolazioni, per questo – ha aggiunto Gilmozzi – dobbiamo costruire una rete di mobilità che vada oltre l’infrastruttura ferroviaria. In tal senso, la Provincia autonoma ha condiviso con gli altri assessori ai trasporti dell'Euregio, il memorandum per il Brennero, consegnato alla Commissaria europea ai trasporti Bulc, con il quale si concorda sulla necessità di predisporre azioni comuni per il trasferimento del traffico dalla strada alla rotaia, anche al fine dell'abbattimento delle emissioni. In tale contesto, assume rilievo l'impegno a sostenere l'attività degli interporti ed in particolare di quello trentino, che ha una funzione regionale e che dovrà aumentare la propria attività al fine di contribuire al decongestionamento dell'autostrada A22 che attualmente è la più trafficata dell'arco alpino”.

Nel corso della riunione - coordinata dal dirigente della Provincia Raffaele De Col - è stato fatto il punto sullo stato dei lavori dell'importante infrastruttura che collegherà molto più velocemente il Trentino e l'Italia con l'Europa e consentirà di trasferire il trasporto merci dalla strada alla rotaia, con notevole vantaggio per le popolazioni e i territori. Pat Cox ha ricordato che il progetto della galleria di base del Brennero ha ottenuto circa 1,2 miliardi di euro dai fondi Connecting Europe Facility (CEF), la maggior quota di finanziamento mai dato dall'Unione rispetto ai progetti che sono stati presentati per concorrere ai bandi dei fondi CEF. "Questo implica - ha aggiunto Cox - grandi responsabilità perché in Europa vige un detto: "usate il denaro o perdetelo", quindi dobbiamo usare queste risorse e procedere con la tabella di marcia, dobbiamo iniziare ora - ha ribadito Cox - in modo da avere le infrastrutture disponibili quando il tunnel sarà completato. Dobbiamo inoltre puntare – ha aggiunto – a strategie e politiche che possano incentivare l'utilizzo delle infrastrutture attraverso proposte e misure che diano supporto allo spostamento del traffico dalla gomma alla rotaia. Dobbiamo ragionare – ha concluso Cox – in termini di corridoio e non solo in termini di regionali o locali”.
Gli amministratori Konrad Bergmeister e Raffaele Zurlo hanno informato la Commissione tecnica che i lavori di realizzazione del tunnel proseguono secondo il cronoprogramma stabilito. A fine luglio è stato pubblicato il bando di gara, a seguito dell'approvazione del finanziamento da parte del Cipe, per l’ultimo lotto di costruzione su territorio italiano, il lotto Mules - Brennero 2 e 3 con un valore di circa 1,4 miliardi di Euro. In parte austriaca attualmente si sta assemblando una TBM per procedere nello scavo. La cerimonia di avvio dei lavori della prima fresa nell’area di progetto austriaca è programmata per fine settembre. Per quanto concerne le tratte d'accesso, è stato evidenziato che nella Bassa Valle dell’Inn sono già in esercizio più di 40 km di nuovo tracciato e per l'area comune di progetto, tra l’Austria e la Germania, le ferrovie austriache e tedesche hanno iniziato la procedura di definizione del tracciato. Per la parte italiana, Francesco Bocchimuzzo di RFI (Rete ferroviaria italiana), ha informato che a maggio RFI ha approvato il progetto del Lotto 1 - tratta da Fortezza a Ponte Gardena. Nel corrente mese di settembre il progetto sarà inoltrato al Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti per l’avvio dell’iter autorizzativo al CIPE. Per quanto riguarda la Circonvallazione di Trento e Rovereto attualmente RFI sta sviluppando l’aggiornamento del progetto preliminare, che sarà pronto per essere discusso entro il 2015. (fm)

Insgesamt 1,18 Mrd. für Brenner-Basis-Tunnel aus EU-Topf „Connecting Europe Facility“

29.06.2015

Der EU-Fond "Connecting Europe Facility (CEF)" soll gezielte Investitionen in wichtige Infrastrukturen ermöglichen, um die Lücken in den europäischen Verkehrsnetzen zu schließen. [mehr]

Der aktuelle Projektaufruf mit einem Budget von insgesamt 13,1 Milliarden Euro ist enorm überzeichnet. Die beantragte Fördersumme übersteigt das Gesamtbudget um das Dreifache. "In diesem harten Wettbewerb um EU-Förderungen hat sich Österreich klar durchgesetzt. Das zeigt nicht nur die Qualität unserer Infrastrukturprojekte, sondern auch ihren enormen Mehrwert für ganz Europa", betont Bundeskanzler Werner Faymann anlässlich des heute präsentierten Vorschlags der EU-Kommission zur Vergabe der CEF-Fördermittel. Genau 698 Mio. Euro stehen Österreich jetzt aus diesen Mitteln zum Ausbau grenzüberschreitender Projekte zur Verfügung. Aus der Vielzahl an geförderten Projekten ragt der Brenner Basistunnels klar heraus. Insgesamt 1.18 Milliarden Euro werden im aktuellen Projektaufruf für Erkundung und Bau des Brenner BasisTunnels zur Verfügung gestellt. Die Fördersumme ist je zur Hälfte in den Mitteln für Italien und Österreich berücksichtigt. "Das ist ein klares Bekenntnis der EU zum Ausbau der großen Bahnkorridore und der umweltfreundlichen Schiene. Das zeigt auch deutlich, dass unsere Verkehrsplanung die internationalen Ansprüche erfüllt und wir mit unseren Ausbauplänen auf dem richtigen Weg sind", freut sich Infrastrukturminister Alois Stöger.
Treffer ###SPAN_BEGIN###%s bis %s von ###SPAN_BEGIN###%s
<< Erste < Vorherige 1-7 8-14 15-21 22-28 29-35 36-42 43-49 Nächste > Letzte >>

VerkehrsentwicklungUnterninntaltrasse

TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3-Macher - die TYPO3 Dienstleister (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.

Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
222930311234
23567891011
2412131415161718
2519202122232425
26262728293012

Immer auf dem neuesten Stand

Bekommen Sie alle News & Informationen von brennerbahn.eu und bleiben Sie somit immer auf dem aktuellen Stand.

Anrede: *
Name: *
Email: *
 
* Pflichtfeld.
Zum Abmelden bitte hier klicken.