Von München nach Verona. Teil der künstlerischen Arbeit Berlin - Palermo von Markus Bstieler.

Brenner Basistunnel

Der Brenner Basistunnel ist das zukünftige Herzstück der Eisenbahnverbindung München - Verona. Mit einer Länge von 64 Kilometern wird der Tunnel zwischen Franzensfeste und Innsbruck/Tulfes in wenigen Jahren zu den längsten der Welt zählen. Er wird als System mit zwei je eingleisigen Tunnelröhren und einem Erkundungsstollen ausgeführt. Bei Innsbruck, Steinach/Wolf und Mauls ist die Einrichtung von Nothaltestellen vorgesehen. Diese Nothaltestellen sind tragende Elemente des Sicherheitskonzeptes. Zugangstunnel werden im Ahrntal, in Steinach/Wolf und Mauls errichtet. Personenzüge können den Tunnel zukünftig mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h befahren. Durch den Wegfall von Höhenunterschieden können mehr, längere und schwerere Güterzüge die Strecke passieren. Diese benötigen auf der Flachbahn weniger Energie als auf der Bestandsstrecke und sind aufgrund der kürzeren Streckenführung schneller an ihrem Bestimmungsort.


Aktuelle Bautätigkeiten

Zurzeit sind vier Baustellen aktiv, zwei auf österreichischem und zwei auf italienischem Staatsgebiet. Die Baufortschritte der einzelnen Baulose werden wöchentlich auf der Webeite der BBT SE aktualisiert.
 
Baulos Tulfes - Pfons
Dieses Baulos mit einem Auftragsvolumen von 380 Mio. Euro wurde im Sommer 2014 an die Bietergemeinschaft Strabag/Salini-Impregilo vergeben. Im September 2014 begannen die Vortriebsarbeiten, welche bis zum Frühjahr 2019 laufen. Das Baulos beinhaltet den Ausbruch von ca. 38 Tunnelkilometern und setzt sich aus folgenden Bauwerken zusammen:

  • Rettungsstollen Tulfes mit einer Länge von 9.700 Metern und einem Ausbruchsquerschnitt von 35 m²
  • Verbindung Zufahrtstunnel Ahrental - Nothaltestelle Innsbruck mit einer Länge von 775 m und einem Ausbruchsquerschnitt von 115 m²
  • Haupttunnelröhren mit einer Länge von 2.175 m und einem Ausbruchsquerschnitt von 70 m²
  • Verbindungstunnel mit einer Länge von 7.000 m und einem Ausbruchsquerschnitt von 115 m²
  • Erkundungsstollen Ahrental-Pfons mit einer Länge von 15.000 m und einem Ausbruchsquerschnitt von 49 m²
  • Nothaltestelle Innsbruck mit Mittelstollen und Lüftungsbauwerken

 
Baulos Wolf
Dieses Baulos mit einem Auftragsvolumen von 104 Mio. Euro ist im Herbst 2013 an die Bietergemeinschaft Swietelsky/Swietelsky Tunnelbau vergeben worden. Die Vortriebsarbeiten am Zufahrtstunnel Wolf begannen am 4. Dezember 2013. Die Arbeiten an diesem Baulos laufen bis Ende 2017. Das Baulos beinhaltet nicht nur die Errichtung des Zufahrtstunnels Wolf, sondern auch eine Reihe von logistischen bzw. sicherheitstechnischen Bauwerken für den Deponiebereich im Padastertal. Dazu gehören:

  • Zufahrtstunnel (wird derzeit ausgebrochen)
  • Innenschale Saxenertunnel (aktuell laufend)
  • Umleitungsstollen Padasterbach (abgeschlossen)
  • Schutterstollen (abgeschlossen)
  • Geschiebesperre Padastertal (abgeschlossen)
  • Einlaufbauwerk Padastertbach (abgeschlossen)
  • Innenschale Padastertunnel (abgeschlossen)

 
Periadriatische Naht
Dieses Baulos mit einem Volumen von 53 Mio. Euro wurde im Herbst 2011 an die Bietergemeinschaft P.A.C. S.p.A, Cogeis S.p.A, Oberosler Cav. Pietro S.p.A und Implenia SA vergeben. Von Oktober 2011 bis zum Frühjahr 2015 wurden hier 3,7 km Haupttunnelröhren und 1,5 km Erkundungsstollen ausgebrochen. Die Durchörterung der Periadriatischen Störungszone, einer der größten geologischen Störungszone der Alpen, verlief problemlos. Derzeit laufen noch die Abschlussarbeiten an diesem Baulos.
 
Unterquerung Eisack
Das südlichste Baulos des Brenner Basistunnels mit einem Auftragsvolumen von 301 Mio. Euro wurde im Oktober 2014 an die Bietergemeinschaft RTI Salini-Impregilo S.p.A., Strabag AG, Strabag S.p.A., CCC soc. Collini Lavori S.p.A. vergeben. Mit diesem Baulos wird der Brenner Basistunnel mit der bestehenden Brennereisenbahn und dem Bahnhof Franzensfeste verbunden. Seit Oktober 2014 und bis November 2022 wird daran gebaut. Bevor mit dem Vortrieb der Tunnelröhren begonnen werden kann, sind eine Reihe von vorbereitenden Arbeiten notwendig. Daher gliedert sich dieses Baulos in drei Teilbaulose.

Am ersten Baulos wird seit Oktober 2014 gearbeitet, diese Arbeiten laufen noch bis zum Frühjahr 2016. Es ist die Verlegung der Staatsstraße SS12, die Errichtung von zwei Brücken (eine über den Eisack und eine über den Weißenbach) vorgesehen, sowie die Errichtung einer neuen Eisenbahnunterführung und einer Autobahnanbindung an die A22 inkl. Verladeplatz. So können sowohl An- als auch Abtransporte über das primäre Straßennetz (sprich über die Autobahn) erfolgen und der Verkehr wird nicht durch die umliegenden Ortschaften geleitet.

Da der Brenner Basistunnel hier sehr knapp unter der Oberfläche und im Grundwasser verlaufen wird, werden aufgrund der komplexen Bodenbeschaffenheit die Tunnel mit Hilfe von zwei besonderen Verfahren, nämlich der Bodenvereisung und dem sogenannten Düsenstrahlverfahren ausgebrochen.

Um festzustellen, wie der Boden auf die Konsolidierung reagiert, werden derzeit vor Ort Tests durchgeführt. So kann dann in der Hauptbauphase die beste und kostengünstigste Variante gewählt werden.

Historie
Seit 1999 laufen die Aktivitäten zur Entwicklung des Vorhabens mit Hochdruck. In der Vorbereitungsphase 1 hat die Brenner Basistunnel EWIV alle erforderlichen technischen Grundlagen für die weitere Projektentwicklung erarbeitet. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden Mitte 2002 vorgelegt. In weiterer Folge hat die BBT EWIV das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung in Österreich und Italien gestartet und die Erkundung der zukünftigen Trasse weiter vertieft.
Seit 2005 ist die Brenner Basistunnel SE für die Entwicklung des Projektes zuständig.  Eigentümer der BBT SE sind auf österreichischer Seite die Österreichichen Bundesbahnen (ÖBB) mit 50 Prozent der Anteile und auf italienischer Seite die Beteiligungsgesellschaft Tunnel Ferroviario del Brennero Holding AG (TFB) mit den restlichen 50 Prozent. Die TFB setzt sich zusammen aus: 85,5%: RFI (Rete Ferroviaria Italiana), 6,256%: Autonome Provinz Bozen, 6,256%: Autonome Provinz Trient, 1,988%: Provinz Verona. Basis der Zusammenarbeit ist ein Staatsvertrag vom April 2004 zwischen Österreich und Italien.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bbt-se.com

 

VerkehrsentwicklungUnterninntaltrasse

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Oktober 2017
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